Anpassung und Ursachenbekämpfung
Um die Risken zu minimieren, braucht es beides: Anpassung und Ursachenbekämpfung. Hitzeschutzpläne, Begrünung, Entsiegelung, Sanierung, außenliegender Sonnenschutz, Kühlung, Schutz am Arbeitsplatz und für besonders gefährdete Gruppen – all das ist notwendig, um die Risiken der nächsten Hitzewellen zu reduzieren. Die Folgen der Klimakrise nachhaltig einzudämmen, gelingt nur durch die Befreiung von Öl, Gas und Kohle.
Für die Umsetzung ist einerseits die Politik gefragt, auf allen Ebenen: Gemeinden bei Begrünung und Raumplanung, die Länder beim Ausbau der erneuerbaren Energie und der Renaturierung, der Bund bei effektiver Klimapolitik und Hitzeschutz am Arbeitsplatz, und die Europäische Union bei Emissionshandel und Elektrifizierung. Andererseits braucht es die Wirtschaft selbst: Unternehmen, die jetzt umstellen, sichern sich Wettbewerbsvorteile. Anstatt veraltete Geschäftsmodelle zu verteidigen und damit die Ökologisierung zu verzögern, können Interessensvertretungen die Ökologisierung aktiv beschleunigen.
Anpassung und Ursachenbekämpfung sind nicht Hitzeschutz, sondern Investitionen: in niedrigere Energierechnungen, wertbeständige Gebäude, resiliente Infrastruktur. Jeder Euro, der heute in die Ökologisierung fließt, schafft zugleich Wohlstand und Sicherheit.