CO₂-Ausstoß in Sektoren des EU-Emissionshandels sinkt deutlich stärker
Das Emissionshandelssystem der EU (ETS) ist das zentrale marktwirtschaftliche Instrument für die Ökologisierung der europäischen Wirtschaft. Es deckelt den CO2-Ausstoß und lässt Unternehmen mit einer jährlich sinkenden Zahl an Verschmutzungsrechten handeln. So bekommen Emissionen einen Preis – und Unternehmen einen Anreiz, sie zu vermeiden.
Seit 2005 gilt das ETS für die Sektoren Energie und Industrie. Und es wirkt: Die vom ETS erfassten Emissionen sind zwischen 2005 und 2024 EU-weit um 51 Prozent zurückgegangen und damit deutlich stärker als die gesamten EU-Emissionen im selben Zeitraum.
Verschiedene Studien, die der Brüsseler Thinktank Bruegel zusammengefasst hat, zeigen: Das ETS hat die EU-Gesamtemissionen zwischen 2005 und 2020 um 14 bis 16 Prozent gesenkt – verglichen mit einem Szenario ohne ETS. Damit ist das ETS das wirksamste Preissignal für Ökologisierung, das bislang erprobt wurde.








