„Technologieoffenheit“ setzt sich im österreichischen Diskurs fest
Verschleppung ist, wie Desinformation, ein Mittel im Klimadiskurs, mit dem meist aus wirtschaftlichen Eigeninteressen wichtige klima- und industriepolitische Maßnahmen verzögert oder gar verhindert werden. Wie Verschleppung funktioniert, zeigt die Entwicklung des Begriffs „Technologieoffenheit“, der erheblich dazu beigetragen hat, dass die EU vom bereits beschlossenen Ende der Autoabgase 2035 wieder abrückte.
Eine quantitative Auswertung von OTS-Pressemeldungen seit den 1990er-Jahren zeigt die Entwicklung des Begriffs „Technologieoffenheit“. Erste Nennungen in Österreich ab 2001 kommen noch ohne Klimabezug aus, werden jedoch früh von fossilen Branchenvertretungen mit klarem Eigeninteresse übernommen und auf den Klimadiskurs angewandt. Ab 2017 taucht der Begriff erstmals in einem österreichischen Regierungsprogramm auf. Ab 2021 setzt sich seine Verwendung durch: Von sieben OTS-Nennungen im Jahr 2020 auf 117 im Jahr 2023 und 118 im Jahr 2025.
Die Grafik stammt aus „Strategie der Verschleppung“. Diese Analyse von KONTEXT zeigt am Beispiel von „Technologieoffenheit“, was die Ökologisierung bremst und wie wir den Diskurs zurückgewinnen.








