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title: "Klimaschädliche Subventionen: Das empfehlen internationale Organisationen"
description: Als unabhängiges Institut bringen wir seit Jänner 2024 Klarheit in den österreichischen Klimadiskurs.
url: "https://www.kontext-institut.at/presse/klimaschaedliche-subventionen-internationale-organisationen/"
date_modified: "2026-06-25T15:21:15+02:00"
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  Pressemitteilung# Klimaschädliche Subventionen: Das empfehlen internationale Organisationen

Donnerstag, 25.06.2026

KONTEXT-Vorständin Katharina Rogenhofer: „*Die Befreiung aus Öl und Gas beginnt damit, aufzuhören, unsere Abhängigkeiten aktiv zu fördern – sprich: die klimaschädlichen Subventionen zu ökologisieren. Obwohl das EU, OECD, IWF und Weltbank explizit empfehlen, lässt die Regierung dieses Win-Win für Budget und Klima auch im Doppelbudget 2027/28 ungenutzt.“*

Morgen Freitag findet im Nationalrat ein Expert:innen-Hearing zum Doppelbudget 2027/28 statt. Das KONTEXT Institut kommt in seiner Budgetanalyse zum Schluss, dass das Doppelbudget keinen Beitrag dafür leistet, dass Österreich die Energiekrise überwinden und sich möglichst schnell aus der Öl- und Gasabhängigkeit befreien kann. Im Gegenteil: Klimaförderungen werden weiter massiv gekürzt, während die Klimaschädliche Subvention im Wesentlichen bestehen bleiben. Zwar plant die Regierung ab 2028 erstmals 190 Millionen Euro an klimaschädlichen Förderungen einzusparen. Das ist grundsätzlich begrüßenswert. Dieser Betrag entspricht jedoch ungefähr der Höhe jener klimaschädlichen Subventionen, die diese Regierung seit ihrem Amtsantritt selbst eingeführt hat.

Dabei läge allein bei den klimaschädlichen Subventionen im Verkehrsbereich durch die Ökologisierung von Pendlerförderungen, Dienstwagen- und Dieselprivileg ein Einsparungspotenzial von jährlich 1,1 Milliarden Euro. Auch internationale Institutionen weisen seit vielen Jahren wiederholt auf diese Reformnotwendigkeit hin. Ein Überblick:

- **OECD** - Umweltprüfbericht für Österreich (2026): „Die Umweltpolitik ist jedoch nach wie vor auf grüne Subventionen angewiesen, die rationeller gestaltet und gezielter eingesetzt werden sollten. Gleichzeitig gibt es immer noch einige schädliche Förderungen, vor allem im Energie- und Verkehrssektor. Ihre schrittweise Abschaffung würde die Wirksamkeit der Politik und die Haushaltsdisziplin fördern.“ ([Quelle](https://www.oecd.org/de/publications/oecd-umweltprufberichte-osterreich-2026-gekurzte-fassung_7c1f5d7d-de.html#executive-summary))
- **IMF** - Article IV Consultation with Austria (2025): “The authorities should aim to cut the deficit to below 2 percent of GDP to put the debt ratio on a declining path. To achieving this while offsetting rising spending pressures, the authorities could consider (…) eliminating environmentally harmful subsidies (…). Gradually increasing the national carbon price could generate additional fiscal resources, help prepare for anticipated higher carbon prices under EU ETS2, and encourage efficient carbon mitigation in service of Austria’s ambitious decarbonization goals.” ([Quelle](https://www.imf.org/en/news/articles/2025/07/02/pr-25237-austria-imf-concludes-2025-art-iv-consult))
- **Weltbank:** Die Weltbank fordert Regierungen weltweit auf, klimaschädliche Subventionen in den Bereichen Fossile Energie, Landwirtschaft und Fischerei umzulenken – und hält fest, dass Länder jährlich sechsmal mehr für die Subventionierung fossiler Brennstoffe ausgeben als sie im Rahmen des Pariser Abkommens für Klimaschutz zugesagt haben. ([Quelle](https://www.worldbank.org/en/news/press-release/2023/06/15/trillions-wasted-on-subsidies-could-help-address-climate-change))
- **EU**: Das 8. Umweltaktionsprogramm der EU verlangt die unverzügliche Abschaffung fossiler Subventionen und verpflichtet die Kommission, dafür einen verbindlichen Monitoring- und Reporting-Rahmen zu schaffen. Dieser Rahmen fehlt bis heute, und Österreich gehört zu jenen Mitgliedstaaten, die keinen konkreten Abbaupfad vorgelegt haben. ([Quelle](https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/HTML/?uri=CELEX:32022D0591#art_3))

**Die Budgetanalyse des KONTEXT Instituts gibt es hier zum Nachlesen:** [**https://www.kontext-institut.at/presse/budgetrede-2026/**](https://www.kontext-institut.at/presse/budgetrede-2026/)