---
title: Zukunftsforum Grünes Gas
description: "Beim diesjährigen Zukunftsforum Grünes Gas diskutierte Tina Deutsch mit weiteren Expert:innen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft über eine der größten Herausforderungen der Energiewende: Wie gehen wir mit Zielkonflikten und gesellschaftlichen Spannungen um – insbesondere, wenn alle eigentlich das Gleiche wollen, aber aneinander vorbeireden?"
url: "https://www.kontext-institut.at/veranstaltungen/zukunftsforum-gruenes-gas-2025/"
date_modified: "2025-06-24T16:08:01+02:00"
---

  Panel# Zukunftsforum Grünes Gas

Donnerstag, 12.06.2025

Palais Niederösterreich, Wien

Beim diesjährigen Zukunftsforum Grünes Gas diskutierte Tina Deutsch mit weiteren Expert:innen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft über eine der größten Herausforderungen der Energiewende: Wie gehen wir mit Zielkonflikten und gesellschaftlichen Spannungen um – insbesondere, wenn alle eigentlich das Gleiche wollen, aber aneinander vorbeireden?

Im Zentrum des Panels von 16:00–16:50 Uhr stand die Frage: „Alle dafür, doch jeder gegen jeden? Die öffentliche Meinung zu Energie und Klima im Widerspruch.“

### Was prägt den Diskurs?

In seinem Impuls beleuchtete **Peter Filzmaier**, Professor für Politikwissenschaft und Leiter des Instituts für Strategieanalysen, die paradoxen Muster öffentlicher Meinung: Einerseits große Zustimmung zu Klimaschutz im Allgemeinen, andererseits massive Ablehnung bei konkreten Maßnahmen.

Emotionen, Unsicherheit und strategische Kommunikation spielen dabei eine zentrale Rolle – sowohl im politischen Diskurs als auch in der öffentlichen Wahrnehmung.

In der anschließenden Gesprächsrunde diskutierten:

- **Tina Deutsch**, KONTEXT – Institut für Klimafragen
- **Peter Filzmaier**, Universität Graz / ISA
- **Jürgen Streitner**, Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ)
- **Michael Woltran**, Austrian Gas Grid Management (AGGM)

Moderiert wurde das Panel von **Martin Szelgrad** (Report Verlag) – mit aktiver Publikumsbeteiligung und Live-Voting.

### Take-aways:

- **Wie wir kommunizieren, ist entscheidend.**  
    Ob es gelingt, Brücken zu bauen, hängt nicht nur von den Inhalten, sondern von der Haltung ab: Gehe ich in Abwehr oder auf Verständnis? Höre ich zu, bevor ich urteile?
- **Dramatik ohne Vision lähmt.**  
    Wer die Dringlichkeit betont, muss gleichzeitig glaubwürdige, positive Zukunftsbilder anbieten – sonst entsteht Ohnmacht statt Handlungsbereitschaft.
- **Grüne Gase haben ihren Platz – aber nicht als Ausrede.**  
    Sie sind ein Baustein in einem neu gedachten Energiesystem. Wer sie als Ersatz für strukturelle Veränderungen verkauft, schadet dem Fortschritt.
- **Ökonomie vs. Ökologie ist ein künstlicher Widerspruch.**  
    Ein Systemwandel gelingt nur, wenn wirtschaftliche und ökologische Argumente gemeinsam gedacht und kommuniziert werden – wie beim Fahrrad: Es braucht beide Räder, um voranzukommen.